MALTECHNIKEN
Von zarten Mustern bis zu kräftigen Akzenten – entdecke die vielen verschiedenen Maltechniken, die dein Stück zum Unikat machen.

Klebeband-Technik
Mit dieser Technik bringst du Ordnung und Struktur auf die organische Form der Keramik. Wir lieben das Klebeband für seine Fähigkeit, moderne, grafische Muster zu erschaffen, die durch ihre perfekte Sauberkeit bestehen.
Klebe Streifen, Dreiecke oder komplexe geometrische Muster auf dein Keramikstück. Achte darauf, die Kanten des Bandes mit dem Finger fest anzudrücken, damit später keine Farbe darunterläuft. Nun kannst du mutig werden! Ob du die freien Flächen mit dem Pinsel satt ausmalst, mit dem Schwämmchen sanft tupfst oder sogar die Blubberblasen-Technik darüberlaufen lässt – das Klebeband bewahrt die Form. Sobald die Farbe „matt-trocken“ ist ziehst du das Band vorsichtig ab. Nach dem Abziehen kannst du die entstandenen Linien entweder pur lassen oder mit einem Fineliner noch feine Akzente setzen.

Netz-Technik
Es ist wie Zauberei auf Keramik: Mit unserem roten Wunder-Vlies kreierst du im Handumdrehen filigrane, organische Muster, die aussehen wie vom Profi handgemalt.
Lege das rote Vlies stramm um dein Keramikstück und fixiere es vorsichtig. Nimm nun einen Schwamm und eine Farbe deiner Wahl und tupfe diese vorsichtig über das Vlies. Achte darauf, nicht zu „wischen“, damit die Farbe sauber durch die Netzstruktur gedrückt wird. Ziehe das Vlies vorsichtig ab. Wie von Zauberhand bleibt ein perfektes, filigranes Netzmuster auf deiner Keramik zurück.

Kratz-Technik
Es ist das Spiel mit Kontrasten, bei dem du durch das Abtragen einer Schicht das Verborgene darunter zum Vorschein bringst.
Nimm ein Holzstäbchen und kratze direkt ein Muster deiner Wahl in die frisch aufgetragene Farbe (sollte die Farbe schon zu trocken sein, feuchte diese am Besten nochmal leicht an). Nach dem Kratzen kannst Du die Krümel einfach mit einem trockenen Pinsel abstreichen.


Freihändiges Malen
Schablonen-Technik
Siebdruck auf Keramik ist der Geheimtipp für alle, die filigrane Designs und präzise Schriftzüge lieben, ohne dafür eine extrem ruhige Hand zu brauchen. Bei dieser Technik nimmst du mit dem Finger etwas der cremigen Siebdruckpaste auf und streichst sie mit sanftem, gleichmäßigem Druck über das Gewebe. Es ist ein kurzer, fokussierter Moment, in dem die Farbe durch die mikroskopisch kleinen Poren wandert. Nun ziehst du das Sieb in einer fließenden Bewegung ab. Zurück bleibt ein gestochen scharfes Abbild – jedes Pünktchen, jede Linie sitzt perfekt auf dem rauen Ton.
Beim freihändigen Malen gibt es keine Schablonen, keine starren Linien und keine Fehler. Hier zählt nicht die Perfektion, sondern der Ausdruck. Jeder Pinselstrich trägt die Energie deiner Handund die Liebe deines Herzens. Ob zarte Blumenranken, abstrakte Farbspritzer oder eine persönliche Widmung – beim freien Malen fließt deine Kreativität ungefiltert aus der Fingerspitze direkt auf dein Keramikstück. Hierbei kannst du auch gerne Deine Motive mit Bleistift vormalen, die Linien verschwinden nach dem Brennen wieder.

Blubber-Technik
Die Blubberblasen-Technik ist eine spielerische Methode, um einzigartige, organische Muster zu erschaffen, die an zarte Korallen, Zellstrukturen oder den Schaum des Meeres erinnern. Nimm einen Strohhalm und blase vorsichtig in den Becher, kippe den Becher etwas bis der farbige Schaum über den Rand gleitet. Achte darauf, dass du den Becher nicht zu schräg hältst, da ansonsten die ganze Flüssigkeit auf die Keramik laufen kann. Berühre die Blasen nicht. Lasse sie in aller Ruhe von selbst zerplatzen. In diesem Moment sinken die Farbpigmente zu Boden und hinterlassen die charakteristischen, feinen Ringe auf der Oberfläche.

Finelining
Wenn Präzision auf Leidenschaft trifft, entsteht die Kunst des Finelinings.
Mit Hilfe von speziellen Nadelflaschen schreibst und zeichnest du direkt auf die Rohkeramik – fast so, als würdest du mit flüssiger Farbe ein Tagebuch auf Keramik führen. Du hältst die Flasche wie einen Stift. Durch leichtes Drücken bestimmst du den Fluss der Farbe. Es ist ein Spiel zwischen Hand und Gefühl – je gleichmäßiger du drückst, desto ruhiger wird die Linie.

Sprenkel-Technik
Manchmal ist es gerade das Ungeplante, das ein Kunstwerk vollkommen macht. Die Sprenkel-Technik mit der Zahnbürste ist die Einladung an den Zufall, sich auf deiner Keramik zu verewigen. Statt den Pinsel präzise zu führen, lässt du die Farbe fliegen. Die feinen Borsten nehmen die Keramikfarbe auf und geben sie in tausenden winzigen Tröpfchen wieder ab. Bereite dafür deine Keramikfarbe vor und tauche nur die Spitzen der Borsten in die Farbe. Halte die Zahnbürste über dein Werkstück, nun streichst du mit dem Daumen fest über die Borsten. Wie ein feiner Sprühregen landen die Farbpunkte nun auf deiner Keramik. Denke dabei an einen Spritzschutz!! Am Besten Du sprenkelst Deine Keramik in einem Karton. Aber keine Sorge, unsere Farbe lässt sich aus der Kleidung natürlich wieder herauswaschen.

Punkte-Technik
Die Punkte-Technik ist die Kunst der Entschleunigung. Das schöne daran ist, du arbeitest nicht mit fließenden Linien, sondern mit präzisen Setzungen. Ob du ein prachtvolles Mandala entwirfst, das aus der Mitte heraus wächst, oder einzigartige Blumen entstehen lässt. Durch das Spiel mit verschiedenen Farben und Punktgrößen bekommt dein Werk eine faszinierende Tiefe und Dreidimensionalität. Du benutzt dafür am Besten Holzstäbchen aber auch unsere „Zaubertupfer“ sind das perfekte Werkzeug um Punkt für Punkt ein rhythmisches Meisterwerk zu kreieren. Tauche dein Werkzeug einfach senkrecht in die Keramikfarbe ein. Wichtig ist, dass am Ende des Stäbchens ein kleiner, glatter Tropfen haftet. Wenn du das Tool mehrmals hintereinander absetzt, ohne neu einzutauchen, werden die Punkte automatisch immer kleiner – so entstehen wunderschöne, auslaufende Perlenketten.

Tupf-Technik
​Wenn der Pinsel zu streng und der Stift zu hart wirkt, schlägt die Stunde des Schwämmchens. Die Tupf-Technik ist die Kunst der sanften Übergänge.
Tunke daher das Schwämmchen leicht in die Keramikfarbe (den Farbüberschuss tupfst du am Besten sofort auf einer Palette oder einem Tuch ab. Der Schwamm sollte „fast trocken“ sein, damit die Struktur fein bleibt und die Farbe nicht verläuft. Mit federleichten Bewegungen tupfst du nun auf die Keramik und zauberst ein wunderschönes Ergebnis. Tipp: Die Tupf-Technik eignet sich auch hervorragend für die Arbeit mit Schablonen.
